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Ratgeber Damenschuhe

Schuh-Ratgeber

Informieren Sie sich mit unserem Schuh-Ratgeber, wie Sie Ihre Schuhgröße richtig ausmessen und die passende Schuhweite bestimmen. Atelier Goldner Schnitt gibt Ihnen Tipps, wie Sie neue Schuhe am besten anprobieren und die Passform prüfen.

schuhgrößen berechnen

Um Ihre persönliche Schuhgröße zu ermitteln, stellen Sie beide Füße auf ein Blatt Papier. Barfuß und stehend messen. Zeichnen Sie selbst oder eine zweite Person den Umriss des Fußes nach und halten Sie den Stift möglichst im rechten Winkel.

Jetzt messen Sie die beiden Längen mit einem Lineal vom großen Zeh bis zur Ferse. Das Resultat ist Ihre persönliche Fußlänge. Für die sogenannte Leistenlänge wird noch eine Zugabe von 1,5cm für eine optimale Passform vorgesehen.

Doch wie kann man nun zur richtigen Schuhgröße gelangen?

Zwei Rechenwege bieten sich an, die beide auf dem sogenannten "Pariser Stich" basieren. Diese Maßeinheit wurde um 1800 von Schustern in Frankreich definiert. Bei rahmengenähten Schuhen entsprach das dem Abstand einer Nahtstelle von etwa ⅔ eines Zentimeters (=0,667cm).

Wenn Sie die gemessene Leistenlänge – also Ihre persönliche Fußlänge plus 1,5 Zentimeter Zugabe für mehr Komfort beim Abrollen – durch den Pariser Stich teilen, erhalten Sie die Schuhgröße. Sie können aber auch Ihre Leistenlänge mit dem Wert 1,5 multiplizieren. Beide Methoden führen zum gleichen Resultat:

  • (Fußlänge in cm + 1,5 cm Komfortzugabe) x 1,5
  • (Fußlänge in cm + 1,5cm Komfortzugabe) / 0,667

Bei 24cm Fußlänge erhalten Sie den Wert 38,25. Kaufmännisch abgerundet ergibt sich daraus die deutsche Schuhgröße 38. Bei unterschiedlich langen Füßen orientieren Sie sich bitte immer am größeren Maß! Abweichende Füße können Sie mit Einlagen ausgleichen, eine zu klein gewählte Schuhgröße wird Ihrer Anatomie jedoch schaden.

Messen Sie die Schuhgröße idealerweise ab Nachmittag, da sich die Füße im Laufe des Tages weiten. Gehen Sie etwas auf und ab, um die Passforms des Schuhs zu überprüfen. Beim Abrollen sollte vorne etwa ein Fingerbreit Platz für die Zehen bleiben.

Schuhweiten messen

Für die richtige Schuhweite ist der Umfang des Fußballens entscheiden. Messen Sie am Nachmittag oder Abend, da der Fuß im Tagesverlauf an Volumen gewinnt. Im Stehen messen und die Füße gleichmäßig belasten. Um die breiteste Stelle des Fußes das Maßband locker legen. Mit einem Umrechner lässt sich die passende Schuhweite ableiten.

Die folgenden Buchstaben helfen Ihnen, sich bei der Schuhmode von Atelier Goldner Schnitt zu orientieren.

  • Normalweite F für den schlanken Fuß
  • Komfortweite G für den normalen Fuß
  • Bequemweite H für den breiten Fuß
  • Bequemweite J für den kräftigen Fuß
  • Spezialweite K für den sehr kräftigen Fuß

Bestellen Sie Ihre Schuhe nicht zu eng, da sonst die Anatomie des Fußes beeinflusst wird und sich gesundheitliche Probleme einstellen. Sollten Sie bereits einen Hallux valgus oder Hammerzehen haben, bieten weite Schuhe angenehmen Tragekomfort.

Schuhgrößen im Vergleich

In Deutschland und einem Großteil der europäischen Länder ist die französische Schuhgröße verbreitet. Doch daneben existieren zahlreiche andere Schuhgrößen, die aus der Historie der jeweiligen Länder entstanden sind und sich etablieren konnten. Hier vergleichen wir internationale Schuhgrößen und erklären deren geschichtliche Grundlage.

EU-Schuhgröße: Diese Schuhgröße liegt dem "Pariser Stich" zugrunde, einer Maßeinheit französischer Schuster um das Jahr 1800. Als Bezugsgröße wurde die durchschnittliche Länge einer Naht mit ⅔ Zentimeter (= 0,667cm) festgelegt. Die Leistenlänge des Schuhs – also die persönliche Fußlänge plus 1,5 Zentimeter Zugabe – wird durch diese Bezugsgröße geteilt. Für die damals üblichen, rahmengenähten Schuhen war diese Orientierung hilfreich und verbreitete sich von Frankreich aus in andere Länder.

Bis heute ist die französische Schuhgröße in Deutschland und vielen anderen europäischen Staaten üblich und an dem Kürzel "EU" erkennbar. Nachteil der Methode ist die relativ starre Einordnung in ganze Schuhgrößen wie 38 oder 39. Hersteller sind daher vereinzelt dazu übergegangen, auch halbe EU-Schuhgrößen wie 38,5 oder 39,5 im Sortiment zu führen und dadurch die Schuhgrößen mit Blick auf die britischen Größentabellen mit halber Nummerierung zu erweitern. Es kommt übrigens häufig vor, dass sich die beiden Füße in der Länge unterscheiden. Orientieren Sie sich immer an dem größeren Fuß für Ihre Passform!

UK-Schuhgröße: Die britischen Schuhtabelle basiert auf der angloamerikanischen Maßeinheit Zoll beziehungsweise Inch. Ein Zoll wird dabei mit 2,54 Zentimeter umgerechnet. Diese merkwürdig anmutende Bezugsgröße ist historisch bedingt: Im 14. Jahrhundert wurde auf königlichen Beschluss festgelegt, dass drei aneinander gelegte Gerstenkörner einem Zoll entsprechen. In der damaligen Zeit waren Naturalien und an den Körper angelehnte Maße weit verbreitet. Dadurch konnte die Bevölkerung Angaben selbst prüfen und messen.

Jede volle UK-Schuhgröße unterscheidet sich bis heute durch ein "Gerstenkorn", also ⅓ Zoll, von der nächstgrößeren. Ab dem 19. Jahrhundert wurde die britische Schuhgröße um halbe Nummern ergänzt. Zum Berechnen einer Damen-Schuhgröße wird die Leistenlänge des Schuhs in der Maßeinheit Zoll mit 3 multipliziert. Vom Resultat wird 25 abgezogen. Die deutsche Schuhgröße 38 entspricht etwas 25,5 Zentimeter (10 Zoll) Leistenlänge und ergibt die UK-Schuhgröße 5. Zu beachten ist, dass bei UK-Größen im Gegensatz zur französischen/europäischen Schuhgröße zwischen Kindern und Erwachsenen unterschieden wird, worauf wir aber nicht weiter eingehen. Anhand des Kürzels "UK" erkennen Sie die britische Schuhgröße auf einen Blick.

Mondopoint oder japanische Schuhgröße: Die Schuhgröße Mondopoint wurde als einzige 1991 durch eine Norm definiert. Als Maßeinheit dienen Millimeter, anhand derer die Fußlänge und zusätzlich die einfache Fußbreite gemessen wird. Bei einer deutschen Schuhgröße 38 mit einem etwa 24 Zentimeter langen und 9,5 Zentimeter weiten Fuß entspricht das 240/95 Mondopoint oder abgekürzt "MP".

Die Mondopoint-Schuhgröße konnte sich weltweit nicht gegen die anderen Größentabellen durchsetzen. Dabei wäre die Umrechnung im Vergleich zu den historisch bedingten Maßeinheiten wesentlich einfacher. Die Norm für Schuhgrößen kommt am ehesten bei Ski- und Arbeitsschuhen zum Einsatz, wo die Risthöhe und Fußbreite für eine optimale Passform besonders wichtig gilt. In Japan hat sich zumindest ein ähnliches Bezugssystem wie Mondopoint etabliert. Allerdings wird die japanische Schuhgröße in Zentimeter angegeben und ist in 0,5cm-Schritten unterteilt. Die Fußweite wird üblicherweise nicht angeführt.